„Kann man trotz eines großen Fehlers noch von Gott respektiert werden?“
Am 25. April trafen sich junge Firmlinge aus der Pfarre mit Pater Johannes König und Gefängnisseelsorger Erwin Url in der Justizanstalt Graz-Karlau, um über das Thema „Gefangensein“ ins Gespräch zu kommen. Dabei ging es nicht nur um Mauern und verschlossene Türen, sondern auch um Verzeihung, Hoffnung, Neuanfang und die Frage, was Menschen trotz schwerer Fehler ausmacht.
Die Firmlinge hatten sich im Vorfeld gut auf diese Begegnung vorbereitet und viele Fragen gesammelt. So wollten sie zum Beispiel wissen: „Wie helfen Sie Gefangenen, wenn sie sich schuldig fühlen?“
„Was ist für Sie bei Ihrer Arbeit am schwierigsten?“
Oder: „Wie sieht ein Alltag im Gefängnis aus?“
Eine besonders herausfordernde Frage lautete: „Kann man einem Mörder verzeihen und ihn sogar sympathisch finden?“
Die Antworten von Pater König und Seelsorger Erwin waren sehr persönlich und regten zum Nachdenken an. Auf diese letzte Frage antwortete Pater König, dass man die Menschen, die im Gefängnis sind, lieben muss – andernfalls sei man für diesen Beruf nicht geeignet.
Doch wie schaut das bei uns in unserem eigenen Umfeld aus?
Besonders eindrücklich blieb die Aussage, dass Menschen – egal welche schlimmen Taten sie begangen haben – keine Monster sind, auch wenn sie in den Medien oft sehr schnell so dargestellt werden. Hinter jeder Tat steht ein Mensch mit einer Geschichte, mit Schuld, aber auch mit der Möglichkeit zur Veränderung.
Viele der Fragen der Firmlinge laden auch uns zum Nachdenken ein:
Kann man trotz eines großen Fehlers noch von Gott respektiert werden?
Können sich „böse“ Menschen dauerhaft bessern?
Was ist das, was Gefangenen am meisten hilft?
Die Begegnung in der Justizanstalt Graz-Karlau war für Firmlinge, Begleiter und Eltern eine besondere Erfahrung – eine, die zum Nachdenken über Menschlichkeit, Verantwortung und Vergebung anregt.
Kennen Sie schon alle Antworten auf diese Fragen?
Und wissen Sie Ihre persönliche Antwort auf die erste Frage: „Kann man trotz eines großen Fehlers noch von Gott respektiert werden?“
Traditionell am weißen Sonntag pilgerten wieder, diesmal sogar 17 Personen aus unserer Pfarre, von Stübing nach Rein zum Schlüsselfest.
Beginnend mit einer kurzen besinnlichen Einstimmung marschierten wir bei netten Gesprächen zum Stift Rein. Dort erwartete bereits Fredi Stampler mit einem Gläschen Met die durstigen Pilger.
Das feierliche Hochamt wurde von Weihbischof Johannes Freitag zelebriert, der Singkreis St. Oswald bei Plankenwarth umrahmte mit ihrem schönen Gesang die Messe!
Bei diesem feierlichen Gottesdienst haben einige Ministranten aus unserer Pfarre tatkräftig ausgeholfen und die Reiner Ministranten unterstützt.
Im Anschluss fand im Stiftshof eine Agape der verschiedenen Pfarren statt.
Am Deutschfeistritzer Stand gab es wieder besonders köstliche Weihfleischkipferl, bereitgestellt von den Familien Stampler-Wesener und Jaritz.
Am Abend des Karsamstags versammelte sich die Pfarrgemeinde zur feierlichen Auferstehungsfeier am Kirchberg.
Zu Beginn wurde die Osterkerze, die von der Familie Glößl wunderschön gestaltet wurde, geweiht und das Osterlicht in die dunkle Kirche getragen - ein eindrucksvolles Zeichen für die Auferstehung Christi.
Der Chor unter der Leitung von M. Mikulik gestaltete die Feier musikalisch und verlieh der Liturgie eine besonders festliche Atmosphäre. Als Kantor fungierte Valentin Zwitter jun., der uns auch am Karfreitag mit wunderschönen Gesang berührt hat, begleitet wurde er dabei von befreundeten Studenten/innen.
Im Anschluss fand die Auferstehungsprozession singend den Kirchberg hinab zur Franziskuskapelle statt.
Mit dem feierlichen Te Deum fand die Liturgie in der Franziskuskapelle ihren Höhepunkt.
Danach gab es noch eine Agape mit gemütliche Beisammensein.
Herzlichen Dank an alle, die in diesen Tagen mitgewirkt und geholfen haben!
Ein ganz großes Danke an Sarah Viertler, Lukas Glößl, Hanna Ebner und Teresa Russold, die mit einer großen Ministrantenschar die Feierlichkeiten der Karwoche mit einer spürbaren Freude unterstützt haben.
Am Gründonnerstag, im Rahmen der feierlichen Messe vom letzten Abendmahl, wurden die Dekrete zur Beauftragung neuer Kommunionspenderinnen und Kommunionspender überreicht. Inmitten der bedeutungsvollen Liturgie dieses Abends, an dem wir uns in besonderer Weise an das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern erinnern, erhielten die Beauftragten offiziell ihre Sendung.
Mit dieser Beauftragung übernehmen Sonja Viertler, Claudia Glößl, Maria und Werner Reisner eine wichtige Aufgabe in unserer Gemeinschaft. Sie sind berufen, die Heilige Kommunion in der Eucharistiefeier auszuteilen, den Kranken die Kommunion zu überbringen und das Allerheiligste zur Anbetung auszusetzen.
Die feierliche Übergabe der Dekrete macht deutlich, dass dieser Dienst nicht nur eine praktische Hilfe ist, sondern eine geistliche Sendung. Möge Gott alle neu Beauftragten in ihrem Wirken stärken und begleiten.
Im Anschluss der Feier, fand die Übertragung des Allerheiligsten in die Ölbergkapelle statt, mit anschließender Ölbergandacht.
Am Kirchberg in Deutschfeistritz fand heuer ein Kreuzweg gestaltet von unseren vielen fleißigen Ministranten statt, in dem man im speziellen auf die Probleme und Nöte von Kindern und Jugendlichen eingegangen ist.
Gemeinsam mit ihren Familien machten sie sich auf den Weg und gestalteten die einzelnen Stationen aktiv mit. Dabei wurde gezeigt, wie sich die Erfahrungen aus dem letzten Weg Jesu auch in unserem eigenen Leben widerspiegeln. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer
konnten so verstehen, dass schwierige Zeiten, Traurigkeit und Rückschläge ganz normal sind – und dass man daran wachsen kann. Zugleich wurde deutlich, wie wichtig es ist, in solchen Momenten auf Gott und auf die Unterstützung anderer Menschen zu vertrauen.
Ein herzliches Dankeschön gilt Sarah Viertler, die mit viel Einsatz bereits am Vortag alles vorbereitet und mit den Kindern und Jugendlichen eingeübt hat.
Auch die diesjährigen Osterspeisensegnungen waren ein stimmungsvolles und sehr gut besuchtes Ereignis. Schon beim Eintreffen war die Osterfreude deutlich spürbar, und viele nutzten die Gelegenheit, sich wiederzusehen und gemeinsam zu feiern.
Nach der feierlichen Segnung der Speisen wurde das Beisammensein in entspannter Atmosphäre genossen. Besonders die alljährliche Einladung zur Agape der Familie Zeiler/Ablasser in Prenning wurde von vielen gerne angenommen und bot Raum für Gespräche und Begegnungen.
Auch ein guter Zweck wurde unterstützt: Es wurde Geld für neue Ministrantengewänder gesammelt, wobei eine erfreuliche Summe zusammenkam. Insgesamt zeigte die Fleischweihe einmal mehr den starken Zusammenhalt und die schöne, lebendige Tradition in unserer Gemeinde.
Der Gedanke hinter diesem Brauch ist folgender: Der Tod Christi gilt als
Auslöschen des Lichtes, das am Tag der Auferstehung wieder zu brennen
beginnt. Dieses Feuer ist deshalb zu einem Zeichen der Auferstehung
geworden.
In den Häusern wird ein kleiner Teil des glosenden Holzes oder
Baumschwammes auf die Herdplatte gelegt, was im Zeitalter der Elektroherde schon sehr selten geworden ist, oder das Haus wird eingeräuchert. Früher wurde mit dem geweihten Feuer am Karsamstag das Herdfeuer entzündet, um damit das Osterfleisch zu kochen.
Auch heuer kamen am Karsamstag bereits um 07.00 Uhr in der Früh wieder viele Erwachsene mit ihren Kindern auf den Kirchberg zur Feuerweihe. Pfarrer Dr. Horst Hüttl nahm die Segnung des Feuers und der Schwämme vor.
Fritz Oswald und Franz Haselbacher verteilten die Glutstücke in die
zahlreichen mitgebrachten Blechöfen. Durch das Feuer wurden die getrockneten Holzschwämme zum Glimmen gebracht. Um das Rauchen zu verstärken, fügte man etwas Weihrauch hinzu.
Mit der rauchenden Blechdose marschierten die Weihfeuerträger:innen von Haus zu Haus, welche eingeräuchert wurden. Das soll die Bewohner vor Unwettern schützen.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die dazu beigetragen haben, dass dieser
Brauch des Weihfeuertragens bei uns noch so lebendig ist.